Mahnungen von Inkassobüro bekommen

Keiner liest die drei Punkte gern in seiner Post: Mahnung – Klage – Zwangsvollstreckung. Zwei solcher Briefe erhielt eine Ambergerin, die sich nichts hat zu schulden kommen lassen hatte und sie möchte nun andere Menschen vor dieser Masche des Betrugs warnen und schützen. Darüber berichtet Onetz.

Quelle:   https://www.onetz.de/oberpfalz/amberg/betrug-inkasso-masche-id2821692.html

Betrug mit der Inkasso-Masche

Die 58 jährige Ambergerin gab an, sich im ersten Moment schon erschrocken zu haben und möchte daher ihren Namen nicht nennen. Aus Neuss erhielt die Frau vor kurzem den Brief eines angeblichen Inkasso-Büros. Auf der Mahnung steht der Firmenname „IE Ivestment Inkasso“. Angeblich handelt diese Firma im Auftrag von verschiedenen Gewinn- und Zeitschriftenverlage wie auch für Lotto-Spiele. Die Ambergerin gab an, dass sie im Internet einmal beim Lotto mitgemacht habe. Aufgrund dessen war der Schock dann auch groß, als die Post ankam. Sie war sich jedoch sehr sicher, den Vertrag für das Lotto Spiel sofort wieder gekündigt zu haben.

Solch einen Brief hat die Ambergerin jedoch nicht zum ersten Mal erhalten. Vor fünf Jahren wurde sie schon einmal Opfer eines solchen Betruges. Zum damaligen Zeitpunkt gab es auch sehr freche und forsche Anrufe zu diesen Mahnungen. Der Ambergerin wurde mit Anwalt seitens der Betrüger gedroht. Die 58 jährige entschied sich dazu, nicht nachzugeben und holte sich Hilfe. Sie suchte auch online bei Google nach dem Inkasso-Büro. Dort erschien sofort die Warnung, dass an diese Firma auf keinen Fall Geld zu überweisen sei.

„Das sah so echt aus“

Es war alles, was auf einen solchen Brief gehört, vorhanden: Kontakt, Aktenzeichen, Name der Geschäftsführerin. Es war auch die Nummer des Handelsregisters vorhanden und unten an hing ein vorgedruckter Überweisungsträger. Die 58 jährige ist auch heute noch sehr erstaunt, wie echt das alles aussah. Beim Überweisungsträger fällt lediglich einem geschulten Auge auf, dass die IBAN des möglichen Betrages nicht mit „DE“ für ein Inlandskonto, sonder mit „LT“ beginnt. Für dubiose Machenschaften kann bei einer deutschen Firma ein ausländisches Konto ein Anhaltspunkt sein, dies muss aber nicht so sein. Die Empfängerin des Briefes ist sich sicher, wenn diesen Firmen das Geld überwiesen würde, dann wäre es auch für immer nicht mehr wieder zu bekommen. Der Ambergerin wird in dem Schreiben mitgeteilt, dass diese eine kostenpflichtige Dienstleistung in Anspruch genommen habe und mit ihren persönlichen Daten zugestimmt habe. Sie wird darauf hingewiesen, dass sie den Betrag des Mandanten bis zum heutigen Tage nicht beglichen habe. In dem Brief wurde sie dazu aufgefordert, unter Angabe des Aktenzeichens binnen von drei Tagen den genannten Betrag zu überweisen. Das falsche Inkasso-Unternehmen forderte einen Wert von 760 Euro von der Dame. Darin enthalten waren Mahn- und vorgerichtliche Inkassokosten. Die Firma bietet der Damen in den Schreiben jedoch auch einen Vergleich an. Sollte Sie innerhalb von drei Tagen überweisen, würden lediglich nur 290 Euro Kosten anfallen. Zeitgleich wird wieder mit Gerichtsvollzieher, Zwangsvollstreckung, Pfändung von Rentenansprüchen und dergleichen gedroht.

Nicht darauf eingehen und nicht überweisen

Die Ambergerin denkt, dass viele Menschen aus Angst das geforderte Geld überweisen. Ihr würde es sehr leid tun, wenn auch nur ein Mensch diesen kriminellen Menschen etwas überweisen würden. Sie weiß jedoch auch nicht, warum sie bereits zwei Mal von den Gaunern kontaktiert wurde. Sie sitzt diesen aktuellen Fall nun aus und ignoriert dies einfach.