Das wiedersprechen ist ein Fake

Derzeit widersprechen einige Nutzer neuen Facebook Regeln, darüber berichtet Onlinewarnungen. Angeblich sollen nach den neuen Regeln alle Fotos, Chats, Nachrichten sowie auch Texte ab sofort von Facebook öffentlich gemacht werden. Dabei beginnt der Text mit den Worten: „Denken Sie daran, dass morgen die neue Facebook Regel beginnt, auf der Sie ihre Fotos verwenden können“. Für viele Nutzer stellt sich nun die Frage, ob man diesen Text nun posten soll?

Wir haben in der Vergangenheit schon häufig über solche Posts auf Facebook berichtet. Sie sollten dabei einmal den Facebook Richtlinien widersprechen und beim nächsten Kettenbrief war es angeblich sogar möglich der neuen DSGVO Richtlinie zu widersprechen. Allerdings ging es bei diesen ganzen Aktionen nur um die Daten der Nutzer, denn beim Thema rund um den Datenschutz werden viele Facebook Nutzer schnell hellhörig, da es hier in der Vergangenheit schon häufige Diskussionen gab. Jeder sollte sich über den Schutz der eigenen Daten Gedanken machen, denn schließlich kann damit auch viel Negatives angestellt werden. Allerdings ist es wohl kaum möglich über so einen Status Post seine Daten als Nutzer schützen zu können. Allerdings posten sehr viele Nutzer solche Texte, da sie dadurch mehr Sicherheit verspüren.

Allerdings hat der Text bzw. Kettenbrief es thematisch nur auf die eigene Privatsphäre abgesehen. So gab es in der Vergangenheit schon ähnliche Texte. So hatte damals angeblich ein Anwalt einen Rat gegeben, wonach man einen Text posten sollte, damit die eigenen Daten geschützt werden sollen. Dies ist natürlich vollkommener Quatsch, denn nur durch den reinen Post eines Textes lassen sich keine Daten schützen. Allerdings haben es viele Teile aus diesem Kettenbrief bis in die heutige Zeit hin überlebt, sodass sie immer wieder Anwendung finden. Wir möchten daher direkt von Beginn an aufklären. Dieser Kettenbrief ist absoluter Quatsch. Es bringt rein gar nichts diesen Text zu posten, denn Facebook lässt sich davon nicht beeindrucken. Der Inhalt ist dabei völlig frei erfunden und die privaten Posts werden auch nicht öffentlich gemacht.

Hier ist der aktuelle Facebook Kettenbrief im Wortlaut

Wir stellen immer wieder fest, dass diese Texte nur wenig verändert werden. Die Nutzer fügen dabei nur etwas hinzu oder ergänzen den Text nur leicht zu Beginn. Der wesentliche Inhalt der bei diesem Kettenbrief dazu aus mehreren zuvor verwendeten besteht bleibt dabei ebenfalls gleich.

Hierbei ist besonders auffällig, dass die Terminvorgabe mit morgen angegeben ist. Dies ist sehr unkonkret, wurde allerdings von dem Verfasser explizit so gewählt. Allerdings sind solche Angaben für einen Kettenbrief nicht gerade sinnvoll. Der Text gilt bekanntlich heute sowie morgen und ggf. auch noch in 10 Jahren.

Kann man per Post widersprechen? Ja oder nein?

Das ist natürlich nicht möglich und dazu auch vollkommen sinnlos. Facebook hätte kein Interesse daran, dass ein Nutzer sowas in seinen Status hineinsetzt. Das Netzwerk würde sich ebenso auch nicht danach richten, denn es hat schlichtweg keinen Effekt. Dazu kommt ein weiteres, typisches Merkmal von verschiedenen Kettenbriefen. Hierbei soll man den Text vervielfältigen und diesen durch den Status teilen. Hierdurch wird die Botschaft immer weiter verteilt und erreicht so Aufmerksamkeit.

Woher stammt dieser Facebook Kettenbrief?

Wir können dies leider nicht genau sagen, allerdings ist zu vermuten, dass ein Nutzer hierbei verschiedene Briefe miteinander kombiniert hat. Der Nutzer freut sich bestimmt darüber, dass dieser nun so mehrfach kombiniert verbreitet wurde.

Handelt es sich hierbei um einen Virus?

Viele Nutzer haben uns gefragt, ob es sich dabei um einen Virus oder bösartige Software handelt. Dies ist auch kein Wunder, denn wenn dieser Text immer wieder irgendwo auftaucht, wird man schnell stutzig. Allerdings können wir hier eine klare Entwarnung geben, denn es ist kein Virus. Der Text wird auch nicht automatisch gepostet, denn auch wenn man es nicht wirklich glaube möchte, aber die Nutzer posten diese Beiträge alle freiwillig auf Facebook.

Was tun, wenn der Text bei Freunden sichtbar ist?

Wir empfehlen hierbei, dass man den Freund oder die Freundin direkt über den vermeintlichen Fake informieren sollte. Dabei kann man Bezug auf diesen Artikel nehmen oder diesen per Messenger versenden. Das wichtigste ist jedoch, dass man den Text nicht selbst posten sollte. Nur hierdurch lässt sich die Verbreitung des Textes auch wirklich stoppen.

Kettenbriefe und Spam Mails können sehr gefährlich werden

Die meisten der bekannten Kettenbriefe online, die in sozialen Netzwerken, Internetportalen oder Messengern zu finden sind, sind eher nutzlos. Die Nutzer empfinden dies eher als Spam. Es nervt zudem auch sehr, da die Prüfung der Kettenbriefe sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Somit sollten sie beim nächsten Kettenbrief direkt überlegen, ob dieser wirklich gepostet werden muss. Es ist viel besser, diesen einfach zu überlesen und gar nicht erst zu kopieren.