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Bitcoin: Alles Wissenswerte zur größten Kryptowährung

Bitcoin hat die Finanzwelt verändert: Mit der virtuellen Währung ist eine gänzlich dezentrale Kraft auf den Markt getreten. Viele Anleger erwägen, in die Kryptowährung einzusteigen – aller Volatilität und allen Ungewissheiten zum Trotz. Dieser Beitrag erklärt, was Bitcoin ist, wie die virtuelle Währung funktioniert und wie Anleger Bitcoin kaufen können.

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Entstehung und Grundgedanke von Bitcoin

Die Geschichte des Bitcoin beginnt im Jahr 2008. Damals tauchte das Konzept in einem Whitepaper des Verfassers Satoshi Nakamoto auf. Bis heute ist dieser Verfasser unbekannt. Es ist unklar, ob sich der Name auf eine tatsächlich existierende Person bezieht, ob es sich um ein Pseudonym handelt und ob ausschließlich eine Person oder eine Gruppe von Personen hinter diesem Namen steht. Bitcoin basiert auf der Idee einer kryptografischen Währung. Was hatte „Satoshi Nakamoto“ im Sinn, als er Bitcoin entwickelte? Auch dies ist dem Whitepaper zu entnehmen.

Darin beschreibt der Verfasser, dass konventionelle Währungen vom Vertrauen in die Zentralbank abhängig sein. Dieser müsse hinreichend Vertrauen im Hinblick darauf entgegengebracht werden, dass es nicht zu einer Entwertung des Geldes komme. Die Geschichte konventioneller Währungen sei jedoch „voll von Verrat an diesem Vertrauen“. Geldnutzer müssten Banken im Hinblick auf die Aufbewahrung und den elektronischen Transfer vertrauen, diese jedoch verliehen das Geld in Kreditblasen.

Der Verfasser verweist auf frühere Generationen von Timesharing Computersystemen. Diese mussten früher auf den Systemadministrator vertrauen. Dieser konnte die Privatsphäre jederzeit aufheben – zum Beispiel auf Anweisung von Vorgesetzten. Als jedoch eine starke Verschlüsselung für die große Masse der Nutzer verfügbar wurde, war dieses Vertrauen in Systemadministratoren nicht mehr erforderlich. Jeder Nutzer konnte Daten so speichern, dass Dritte keinen Zugriff darauf erhielten – egal, aus welchem Grund. Dasselbe sollte nach Ansicht von Satoshi Nakamoto mit Geld passieren.

So kam es dann auch: am 3. Januar 2009 wurden die ersten 50 Bitcoin geschöpft. An diesem Tag entstand der Genesis Block der heute weltberühmten Blockchain. Wenige Tage später wurde die erste Version der Bitcoin Software Bitcoin Core veröffentlicht. Damit war die Kryptowährung geboren.

Bisheriger Kursverlauf

Der bisherige Kursverlauf des Bitcoin hat im wahrsten Sinne des Wortes Wirtschaftsgeschichte geschrieben. Bitcoin gewann in mehreren Schüben an Gewicht. Geradezu dramatisch fiel der Wertzuwachs jedoch im Jahr 2017 und ganz besonders um die Jahreswende 2017/2018 herum aus. Im Dezember 2017 notierte der Kurs bei 19.665 USD. Danach kam es zu einer deutlichen Korrektur, die sich allerdings nach einem anfänglichen Absturz in eine gewöhnliche Konsolidierung verwandelte, die in einer Bodenbildung überging.

Die Abbildung zeigt den Kursverlauf der Jahre 2014-2018.

Screenshot: Bitcoin Kursverlauf

Funktionsweise des Bitcoin

Wie funktioniert Bitcoin eigentlich? Bitcoin ist gleichzeitig eine Währung und ein System für das Ausführen von Zahlungen.

Das Besondere am Bitcoin System ist die dezentrale Verwaltung. Unzählige Nutzer weltweit haben die Bitcoin Core Software auf Ihrem Rechner installiert und stellen dem System damit Rechenleistung zur Verfügung. Gleichzeitig wird das gesamte Geschehen im Bitcoin System auf allen diesen Rechnern dokumentiert.

Daraus folgt zum einen, dass Bitcoin weltweit eingesetzt werden kann. Voraussetzung ist lediglich ein Internetzugang. Zum anderen führt die Dezentralität dazu, dass keine zentrale Instanz für die Abwicklung und Genehmigung von Zahlungen erforderlich ist. Es gibt auch keine zentrale Instanz, die an im System dokumentierten Zahlungen nachträglich etwas ändern könnte.

Kurz: Das Bitcoin System dient dazu, Zahlungen von A nach B sicher zu tätigen und manipulationssicher zu dokumentieren.

Was ist die Blockchain?

Blockchain bedeutet ins Deutsche übersetzt Blockkette. Bei der Blockchain handelt sich um eine Art Kassenregister, in dem alle Transaktionen im Netzwerk dokumentiert werden. Das Register besteht aus einer Kette von Datenblöcken. In jedem Datenblock sind Transaktionen zusammengefasst. Damit eine Transaktion ausgeführt wird, muss sie in einem Block auftauchen und an die Blockchain angehängt werden. Neue Blöcke werden im Zuge des Mining geschaffen.

Die Entwickler von Bitcoin haben an die Blockchain besondere Anforderungen gestellt. Die Blockchain soll insbesondere nicht manipulierbar sein. Deshalb kommen komplexe mathematische Anwendungen zum Einsatz. Die in einem Block enthaltenen Transaktionen werden durch einen Merkle Baum miteinander gehasht. Im Header des Blocks ist lediglich der letzte Hashwert (der sogenannte root-hash) als Prüfsumme vermerkt. Die Verkettung der Blöcke erfolgt mit diesem root-hash. Da im Header jedes Blocks der Hashwert des gesamten Headers des vorangegangenen Blocks aufgeführt ist, ist die Reihenfolge der Blöcke eindeutig. Dieses Verfahren gewährleistet auch, dass das nachträgliche Ändern früherer Blöcke (und damit der darin enthaltenen Transaktionen) mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen ist.

Die Blockchain ist derzeit etwa 160 GB (Stand: August 2018) groß. Treten neue Teilnehmer (sogenannte Nodes) dem Bitcoin Netzwerk bei, müssen diese die Blockchain vollständig herunterladen. Dabei wird durch die Bitcoin Core Software geprüft, ob es sich bei dem Download um das Original handelt.

Welche Aufgabe haben die Miner?

Damit das Bitcoin Netzwerk funktioniert, müssen Teilnehmer weltweit Rechenleistung zur Verfügung stellen. Durch Mining werden neue Blöcke generiert und an die Blockchain angehängt. Neue Blöcke sind erforderlich, um Transaktionen auszuführen. Damit ein Block angehängt wird, müssen komplexe mathematische Probleme gelöst werden. Dazu ist sehr viel Rechenleistung notwendig, die in der Praxis häufig durch professionelle Mining Farmen bereitgestellt wird.

Die Miner erhalten für ihre Tätigkeit neu erzeugte Bitcoins. Mit jedem neu an die Blockchain angehängten Block werden 12,5 Bitcoins an die Miner ausgezahlt. Dieser Prozess dient gleichzeitig als Geldschöpfung. Die Geldschöpfung ist bei Bitcoin allerdings degressiv ausgelegt. Die Zahl der pro Block ausgeschütteten Bitcoins halbiert sich in regelmäßigen Abständen. Ursprünglich wurden 50 Bitcoin pro Block generiert. Diese Anzahl halbiert sich pro 210.000 Blöcke, was einem Zeitraum von etwa vier Jahren entspricht.

Da Mining die einzige Geldschöpfungskette des Bitcoin Systems ist, begrenzt das Netzwerkprotokoll die maximale Anzahl an jeweils existierenden Bitcoins automatisch auf ca. 21 Millionen. Dies entspricht 2,1 Billiarden Einheiten, da jeder einzelne Bitcoin in 100 Millionen Satoshis (kleinere Einheiten) aufgeteilt werden kann.

Warum ist Bitcoin (prinzipiell) anonym?

Wer bei Zahlungen mit Bitcoin darauf achtet, dass keine IP-Adressen bekannt werden und das Bitcoin Adressen keiner bestimmten Person zugeordnet werden können, kann im Netzwerk weitgehend anonym handeln.

Die Anonymität im Bitcoin Netzwerk ist jedoch nicht unbegrenzt. Muss ein hat Aktionsteilnehmer seine Anonymität aus welchen Gründen auch immer aufgeben, kann er einer Adresse zugeordnet werden. Da Transaktionen in der Blockchain gespeichert sind, lässt sich leicht herausfinden, von welchen anderen Adressen an die nun zuzuordnende Adresse Bitcoins gesendet wurden. So könnten zum Beispiel Behörden Schritt für Schritt die Kette der Transaktionen nachvollziehen. Bitcoin eignet sich damit nach Ansicht der meisten Beobachter weitaus schlechter für illegale Geschäfte als Bargeld. So argumentieren auch Befürworter der Kryptowährungen gegen Vorwürfe im Hinblick auf eine mögliche Unterstützung krimineller Aktivitäten.

Was kosten Transaktionen in Bitcoin?

Es gibt bei Bitcoin keine zentrale Abrechnungsstelle und auch keine Instanz, die Transaktionskosten zentral festlegt. Wer eine Transaktion durchführen will, kann dafür ein Transaktionsentgelt ausloben. Diese Transaktionsentgelte erhalten die Miner, die einen Block mit dieser Transaktion an die Blockchain anhängen. Je höher das Transaktionsentgelt, desto schneller wird ein Auftrag ausgeführt. Wer ein sehr niedriges Entgelt ansetzt oder ganz darauf verzichtet, muss womöglich lange auf die Ausführung warten.

Welche Transaktionskosten sinnvoll sind, d. h. zu einer schnellen Ausführung des Auftrags führen, hängt von Angebot und Nachfrage nach Rechenleistung im Bitcoin Netzwerk ab. Konkret bedeutet dies: Werden sehr viele Transaktionen durchgeführt, muss bei konstanter Rechenleistung eine höhere Gebühr angesetzt werden, um einen Auftrag schnell auszuführen. Allerdings gleicht das Netzwerk solche Schwankungen durch Änderungen an der Difficulty selbst aus. Sind sehr viele Miner aktiv, wird die Difficulty erhöht. Dann wird mehr Rechenleistung benötigt, um einen Block anzuhängen. Steht im Netzwerk weniger Rechenleistung zur Verfügung, wird die Difficulty abgesenkt.

Wo wird Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert?

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Unternehmen, die Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren. Dies reicht von Onlineshops bis hin zur stationären Geschäften. In Listen mit Bitcoin Akzeptanzstellen finden sich derzeit mehr 200 deutschsprachige Onlineshops. Die Liste wächst laufend weiter. In der Vergangenheit hatten allerdings auch einige zeitweilige Akzeptanzstellen die Annahme von Bitcoin eingestellt. Dies war auf die erheblichen Kursschwankungen um den Jahreswechsel 2017/2018 herum zurückzuführen.

Was ist der Unterschied zwischen Bitcoin und Fiat Money?

Bitcoin ist fälschungssicher. Während zum Beispiel Bargeld gefälscht werden kann, ist dies durch die bei Bitcoin angewandten kryptographischen Verfahren nach dem heutigen Stand der Technik nicht möglich. Durch den Proof-of-Work Algorithmus wird verhindert, dass eine bestimmte Einheit Bitcoin mehr als einmal ausgegeben werden kann. Um den Proof-of-Work Algorithmus zu fälschen, müssten Hacker mehr Rechenzeit als alle anderen Bitcoin Teilnehmer zusammen einsetzen.

Bitcoin ist direkt. Die einzige Möglichkeit Fiat Money ohne zwischengeschaltete Instanz zu übertragen, sind Barzahlungen. Diese erfordern jedoch die physische Präsenz beider Parteien. Bei allen anderen Transaktionen (Banküberweisungen, Kreditkartenzahlungen etc.) sind weitere Instanzen zwischengeschaltet. Bei Bitcoin verhält sich dies anders. Hier können Teilnehmer des Netzwerks ohne die Erfordernis physischer Präsenz Zahlungen direkt untereinander vornehmen.

Bitcoin Transaktionen sind irreversibel. Ist eine Transaktion in der Blockchain einmal bestätigt, kann sie nicht wieder rückgängig gemacht werden. Überweisungsrückrufe, Lastschriftrückgaben oder Einwände gegen getätigte Kartenzahlungen sind so nicht möglich. Dies stellt für Zahlungsempfänger einen wesentlichen Vorteil dar.

Bitcoin ist nicht beliebig vermehrbar. Das Netzwerkprotokoll begrenzt die maximale Anzahl der Einheiten auf 21 Millionen. Dann wird die ohnehin degressiv verlaufende Geldschöpfung durch das Mining gestoppt.

Bitcoin ist schnell. Transaktionen werden in der Regel innerhalb von ca. 10 Minuten ausgeführt (durchschnittliche Blockzeit). Klassische Banküberweisungen können noch immer mehrere Tage in Anspruch nehmen. Dies gilt insbesondere für grenzüberschreitende Zahlungen zum Beispiel von Europa nach Asien oder in die USA. Mit Fiat Money sind allerdings auch Echtzeitzahlungen möglich, etwa in Verbindung mit Kreditkarten oder neuartigen Zahlungsverfahren wie Instant Payment.

Bei Bitcoin mitmachen

Vorab: Um Bitcoin zu kaufen oder damit zu bezahlen, ist keine Installation der Blockchain auf dem eigenen Rechner notwendig. Wer jedoch selbst Teil des Netzwerks sein möchte, muss die Software Bitcoin Core herunterladen. Die Software validiert die Blockchain mit allen jemals getätigten Transaktionen. Bestandteil von Bitcoin Core ist auch eine Wallet. Es gibt jedoch auch Wallets ohne Bitcoin Core.

Die Software wählt sich in das Bitcoin Netzwerk ein. Dazu sucht sie nach IP-Adressen anderer Bitcoin Nodes, um anschließend selbst zu einem solchen Knoten zu werden. Dadurch entsteht ein dezentrales Netz.

Public Key und Private Key

Ein zentrales Merkmal des Bitcoin Systems sind der Public Key und der Private Key. Dabei handelt es sich um Adressen. Eine Bitcoin Adresse besteht aus einem öffentlichen und einem privaten Schlüssel. Der private Schlüssel ist eine Zufallszahl und wird in Wallets gespeichert. Mit dem Schlüssel können Transaktionen autorisiert werden. Der Private Key muss unbedingt geheim gehalten werden. Jeder, der den Private Key besitzt, kann Transaktionen autorisieren.

Geht der Private Key gänzlich verloren, können von einer Bitcoin Adresse aus keine Zahlungen mehr getätigt werden. Dann sind die Bitcoins für immer im Nirwana der Blockchain verloren. Der öffentliche Schlüssel berechnet sich aus dem privaten Schlüssel und muss nicht gesichert werden. Der öffentliche Schlüssel wird auch als Wallet Adresse bezeichnen.

Was ist eine Wallet?

Eine Wallet ist eine Software für das Bitcoin System. Anders als vielfach angenommen, befinden sich in einer Wallet keine Bitcoins sondern lediglich Schlüsselpaare. Das englische Wort Wallet bedeutet ins Deutsche übersetzt in etwa Geldbeutel. Bitcoins existieren jedoch nur innerhalb der Blockchain und können auch nur dort transferiert werden. Das Verhältnis von Wallet und Bitcoin ist daher zu vergleichen mit dem Verhältnis von Kreditkarte und Konto. Eine Kreditkarte enthält selbst kein Geld, ermöglicht aber den Zugriff auf das Konto.

Die Wallet ist ein digitaler Schlüssel, mit dem Besitzer nachweisen, Eigentümer einer bestimmten Menge Bitcoins zu sein. Wer den Schlüssel zu einer Bitcoin Adresse kennt, kann von dieser Adresse aus Zahlungen tätigen. Der Zugang zur Wallet wird zumeist mit Passwörtern schützt.

Wallets gibt es zum Beispiel für Smartphones. Hier sind häufig weitere Funktionen ganz speziell für den mobilen Einsatz integriert. Dies betrifft etwa das Ausführen von Zahlungen über QR Codes. Die Zugangsdaten werden auf dem Smartphone gespeichert.

Darüber hinaus gibt es webbasierte Wallets. Diese werden als Online-Wallets bezeichnet. Auch hier erfolgt der Schutz der Wallet durch Passwörter. Allerdings werden die Zugangsdaten auf den Servern der Diensteanbieter gespeichert. Hier besteht ein relativ großes Risiko von Hackerangriffen.

Als besonders sicher gelten Hardware Wallets und Paper Wallets. In Hardware Wallets wird der Schlüssel für eine Adresse z. B. auf einem USB Stick gespeichert. Dort ist er von möglicherweise riskanter Software strikt getrennt. Bei Paper Wallets wird der Schlüssel auf einem Stück Papier notiert.

Geld verdienen mit Bitcoin Mining?

Miner erzeugen neue Blöcke und hängen sie an die Blockchain an. Seit Juli 2016 werden für jeden neuen Block 12,5 Bitcoins ausgezahlt. Diese Bitcoins erhalten die Miner. Ein zusätzlicher Ertrag der Miner besteht in den Transaktionskosten eines Blocks. Um einen Block an die Blockchain anzuhängen, ist sehr viel Rechenkapazität erforderlich. Dies ist auf die hohen Anforderungen zurückzuführen, die das Netzwerk an die Blöcke stellt.

Die Rechenleistung wird für das Lösen einer kryptografischen Aufgabe benötigt. Diese wird auch als Proof-of-Work bezeichnet. Die hohe Schwierigkeit soll sicherstellen, dass Blöcke nicht nachträglich modifiziert werden können. Eine besondere Bedeutung kommt der sogenannten Difficulty zu. Die Difficulty gibt an, wie schwierig es ist, einen neuen Block an die Blockchain anzuhängen. Das Netzwerk regelt die Blockzeit so, dass im Durchschnitt alle 10 Minuten ein neuer Block generiert wird. Steigt die dem Netzwerk zur Verfügung stehende Rechenleistung, steigt auch die Difficulty. Die Anpassung der Difficulty erfolgt alle zwei Wochen.

Der Proof-of-Work Algorithmus ist kompliziert. Vereinfacht gesagt geht es darum, einen Höchstwert zu identifizieren, der unterhalb eines festgelegten Schwellenwerts liegt. Je höher der Schwellenwert, desto niedriger die Difficulty.

Bitcoin Mining ist prinzipiell für jedermann möglich, aber in aller Regel nicht profitabel. Mining mit handelsüblichen CPUs ließ allenfalls kurz nach dem Start des Netzwerks noch Erträge erwarten. Es wurden schon früh Grafikprozessoren eingesetzt. Mittlerweile werden nur noch ASICs eingesetzt.

Miner führen eine einfache Kalkulation durch: Die statistisch zu erwartenden Erträge lassen sich anhand der bereitgestellten Rechenkapazität prognostizieren. Diesen Beträgen sind die Kosten gegenüberzustellen. Diese Kosten bestehen in der Hardware und im Stromverbrauch. Mit Bitcoin Mining Rechnern lässt sich ermitteln, ob ein Vorhaben Erfolg verspricht oder nicht.

In der Praxis wird Mining entgegen dem Grundgedanken des Bitcoinbegründers zunehmend zentralisiert betrieben. Mining Farmen können die Kosten minimieren und sich so gegenüber dezentralen, kleineren Mining Einheiten durchsetzen. Mittlerweile gelten Beteiligungen an Mining Farmen sogar als eigenständige Investments.

In Bitcoin investieren

Bitcoin bietet mehr Investitionsmöglichkeiten als andere Kryptowährungen, da der Coin älter und gemessen an der Marktkapitalisierung größer ist als seine „Nachfolger“. Insgesamt sechs Investmentvehikel stehen für BTC zur Auswahl: Echte Coins über Kryptobörsen, CFDs, Zertifikate, Trusts, Futures und Exchange Traded Products (ETPs). In diesem Abschnitt werden Trusts, Zertifikate, Futures und ETPs kurz vorgestellt. Die darauffolgenden Abschnitte widmen sich etwas ausführlicher echten Coins und deren Handel an Kryptobörsen sowie CFDs auf Kryptowährungen. Erfahren Sie, wie Sie schnell und sicher in Bitcoin investieren!

Das Bitcoin Zertifikat von Vontobel

Bitcoin ist die bislang einzige Kryptowährung, auf die ein Zertifikat erhältlich ist. Die Investmentbank Vontobel emittierte im Oktober 2017 ein Open End Zertifikat auf die Kryptowährung. Dieses ist mit einem Bezugsverhältnis von 10:1 ausgestattet. Um 1,0 Einheiten Bitcoin abzubilden, müssen Sie demnach zehn Zertifikate kaufen. Das Zertifikat bildet den Bitcoinkurs in US-Dollar ab.

Screenshot: Vontobel 

Rechtlich betrachtet ist ein Zertifikat eine Inhaberschuldverschreibung des jeweiligen Emittenten. Dies bedeutet, dass ein Emittentenrisiko vorliegt. Kann der Emittent seinen Verpflichtungen nicht nachkommen, fließt Ihre Forderung aus dem Zertifikat in die allgemeine Insolvenzmasse ein und ist gegebenenfalls verloren. Eine Einlagensicherung besteht nicht.

Gehandelt wird das Bitcoin Zertifikat an den Börsenplätzen Börse Frankfurt Zertifikate und Euwax (Börse Stuttgart). Die jährliche Managementgebühr beträgt 1,5 %. Weitere Kosten, die beim Kauf anfallen: Die Ordergebühren Ihres Brokers inklusive börsenplatzabhängigen Entgelten, möglichen Depotgebühren sowie die Spreads zwischen Geld- und Briefkurs.

Der Bitcoin Future an der Chicago Mercantile Exchange (CME)

An der Chicago Mercantile Exchange (CME) wird mittlerweile auch ein Future auf den Bitcoin gehandelt. Dies gilt in der Szene als Meilenstein auf dem Weg zur Etablierung als Anlageklasse. Insbesondere institutionelle Investoren könnten Investments über den Future tätigen bzw. mit diesem Instrument absichern.

An der CME gibt es Kontrakte für die nächsten beiden Monate im Quartalszyklus März, Juni, September und Dezember sowie für die nächsten beiden Monate außerhalb dieses Zyklus. Ein Future bezieht sich auf 5,0 Einheiten Bitcoin.

Der Handel mit Futures eignet sich nur für professionelle Anleger, die über langjährige Erfahrungen im Handel mit Derivaten verfügen. Beachten Sie, dass Sie im Handel mit Futures mehr verlieren können, als Sie einsetzen. Die Kosten bestehen in den Spreads sowie den Transaktionskosten des Brokers. Letztere fallen im Bitcoin Future bei vielen angelsächsischen Brokern höher aus als bei anderen Futures.

Bitcoin Trusts

Bitcoin Trusts sind börsengehandelte Unternehmen, deren Anlagevermögen nahezu ausschließlich aus Bitcoin besteht. Dementsprechend folgt die Wertentwicklung der Aktien dieser Unternehmen nahezu 1:1 der Wertentwicklung des Bitcoin.

Trusts sind anders als Zertifikate und Futures mit einem speziellen Risiko verbunden. Den Trusts könnten Schäden durch Hackerangriffe entstehen, die Bitcoin betrügerisch entwenden.

Exchange Traded Products (ETPs) auf Bitcoin

Eine weitere Möglichkeit für Investments in Bitcoin sind ETPs auf die Kryptowährung. Ein Beispiel dafür ist der XBT Tracker des schwedischen Investmentunternehmens XBT Provider AB. Das Wertpapier wird an der Nasdaq Stockholm gehandelt und bildet die Wertentwicklung des Bitcoins nahezu eins zu eins ab. Es bezieht sich auf den Bitcoinkurs in US-Dollar, ist jedoch auch in einer Variante auf den Euro erhältlich. Die jährliche Verwaltungsgebühr beträgt 2,5 %. Insgesamt wurden 20 Millionen Wertpapiere emittiert.

Kryptobörsen

Bitcoin kann an Kryptobörsen erworben werden. Es gibt mittlerweile eine große Anzahl dieser Börsenplätze. Einige sitzen in Deutschland, andere operieren von Nordamerika oder Asien aus. Kryptobörsen unterscheiden sich wesentlich in der Ausgestaltung des Handels. Dies betrifft nicht nur die sichtbaren Benutzeroberflächen und die Gebühren, sondern auch das Marktmodell.

Einige Kryptobörsen funktionieren wie moderne Wertpapierbörsen mit einem elektronischen Orderbuch, in dem Aufträge nach festgelegten Regelwerken ausgeführt werden (Matching Rules). Ein weiteres weit verbreitetes Modell ist das des Brokerdealers: Hier sind die Börsen selbst im Besitz der Coins und treten als ein Käufer und Verkäufer auf. Ein drittes Modell ist das des Marktplatzes: Hier werden Kauf und Verkaufsgesuche lediglich vermittelt, die Abwicklung erfolgt direkt zwischen den Beteiligten Parteien.

In den nachfolgenden Abschnitten stellen wir für jeden dieser Börsentypen einen Anbieter beispielhaft vor.

Kryptobörsen mit Orderbuch

An Wertpapierbörsen sind elektronische Orderbücher längst Standard. Das bekannteste Beispiel in Deutschland ist Xetra. Marktteilnehmer stellen Kauf- und Verkaufsaufträge in das Orderbuch ein, die Ausführung erfolgt nach festgelegten, den Umsatz maximierenden Regeln. Dasselbe Prinzip kommt auch bei Kryptobörsen mit Orderbuch zur Anwendung.

Ein Beispiel dafür ist die asiatische Kryptobörse Binance. Deren Handelsoberfläche ist in der Abbildung unten zu sehen. Unten in der Mitte befindet sich das Orderticket, über das Kauf- und Verkaufsaufträge eingestellt werden können. Links davon sind die im Orderbuch befindlichen Kauf- und Verkaufsaufträge zu sehen.

Links oben sind die Verkaufsaufträge in absteigender Reihenfolge sortiert, sodass der niedrigste Verkaufsauftrag unten in der rot gehaltenen Liste steht. Links unten in grün gehalten sind die Kaufaufträge. Diese sind so sortiert, dass das höchste Kaufgebot ganz oben steht.

Wird eine unlimitierte Order aufgegeben, wird diese zum nächstbesten Kurs ausgeführt. Alternativ dazu können Limit und Stop Limit Orders aufgegeben werden. Binance verdient kein Geld an den Spreads. Die Spreads sich nach den Aufträgen und damit der Liquidität im Orderbuch und beginnen im besten Fall bei null.

Verdient eine Börse nichts an den Spreads, müssen Gebühren anfallen. Dies gilt auch bei Binance. Pro Order fällt eine Kommission in Höhe von 0,1 % des Transaktionswertes an. Rabatte sind möglich, wenn mit der Kryptowährung der Börse bezahlt wird.

Stärken von Binance: Es können mehr als 100 verschiedene Coins gehandelt werden. Zu jedem Coin finden sich diverse, zum Teil sehr detaillierte Informationen. Die Transaktionskosten fallen insgesamt recht gering aus. Dies gilt insbesondere bei großen Kryptowährungen wie Bitcoin. Bitcoin kann auf der Plattform gegen Ethereum, BNB (das Kürzel für den Binance Coin) und USDT gehandelt werden.

Schwächen: Einzahlungen sind bislang nur in Coins möglich, Fiat Money wird nicht akzeptiert. Beides verfügt bislang nicht über eine Niederlassung in Europa.

Um bei Binance handeln zu können, müssen sich Kryptowährungen in einer Wallet der Börse befinden.

Kryptobörsen als Krypto-Broker

Ein anderer Typ Kryptobörse ist der des Brokerdealers. Diese Anbieter stellen laufend Ankaufs- und Verkaufskurse. Brokerdealer befinden sich zumindest zeitweise im Besitz von Coins. Ein Beispiel dafür ist AnycoinDirect. Die Börse wird durch ein Unternehmen aus Rotterdam betrieben. Der Kauf von Bitcoin ist so einfach wie eine Bestellung in einem Onlineshop. Welcher Kurs gerade gilt, erfahren Sie durch die Eingabe einer Stückzahl ins Orderticket.

Börsen wie AnycoinDirekt preisen Gebühren teilweise in den Kursen ein. Es können weitere Entgelte anfallen wie zum Beispiel eine Miners Fee oder Zahlungsmittelentgelte. Vor allem auf letztere sollten Sie achten: Wie in der Abbildung oben zu sehen, sind Einzahlungen mit Sofortüberweisungen bei größeren Beträgen sehr teuer. Entscheiden Sie sich  deshalb besser für eine günstigere Zahlungsmethode.

Um bei AnycoinDirect zu handeln, muss dort nicht zwingend eine Wallet unterhalten werden. Gekaufte Bitcoins können an eine beliebige Adresse gesendet werden.

Kryptobörsen mit Marktplatz

Die bekannteste Kryptobörse mit Marktplatzmodell in Deutschland ist Bitcoin.de. Hier stellen Teilnehmer laufend Kauf- und Verkaufsgesuche ein wie bei einem schwarzen Brett. Wenn Sie ein Angebot wahrnehmen möchten, wählen Sie dieses aus. Der Verkäufer wird daraufhin informiert. Sie überweisen den Kaufpreis an den Verkäufer. Dieser bestätigt daraufhin den Zahlungseingang und überweist die gekauften Bitcoins an Ihre Wallet.

Bitcoin Trading

Bitcoin Trading lässt sich mit CFDs leichter realisieren als mit echten Coins oder den anderen, einige Abschnitte weiter oben vorgestellten Instrumenten. So eignen sich z. B. die Kontraktgrößen von Futures nicht für Privatanleger, während CFDs bereits ab wenigen Dollar Einsatz gehandelt werden können. Wie funktioniert Bitcoin Trading mit CFDs? In den nächsten Abschnitten erfahren Sie es!

Was sind CFDs?

Das Akronym CFD steht für Contract for Difference, zu Deutsch: Differenzkontrakte. Ein Differenzkontrakt ist formal gesehen ein Vertrag zwischen Ihnen und einem CFD Broker. Vereinbart wird der gegenseitige Barausgleich von auftretenden Kursdifferenzen.

Zur Veranschaulichung soll das folgende Beispiel dienen. Ein CFD bezieht sich auf den Bitcoin und weist einen Kontraktwert von 1,0 auf. Das bedeutet, dass 1,0 Kontrakte genau 1,0 Bitcoins abbilden. Der Broker quotiert den CFD mit 5900/6100 USD. Das bedeutet, dass Sie eine Longposition zu 6100 USD und eine Shortposition zu 5900 USD eröffnen können.

Der Broker verlangt eine Initial Martin in Höhe von 50 %. Sie eröffnen eine Longposition. Deshalb werden Ihrem Konto 3050 USD belastet. In der 1. Sekunde nach der Eröffnung ist ihre Position im negativen Bereich. Der Grund: Eine Longposition können Sie nur zum Geldkurs schließen. Der Geldkurs beträgt jedoch nur 5900 USD. Die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs (200 USD) wird auch als Spread bezeichnet und versteht sich als wesentliche Einnahmequelle des CFD Brokers.

Der Kurs des Bitcoin steigt deutlich. Eine Woche nach der Eröffnung quotiert der Broker den Kurs mit 6900/7100 USD. Sie schließen die Position zum Geldkurs von 6900 USD. Ihr Gewinn: 800 USD. Abzüglich des Spreads ist der Kurs somit um ca. 13,1 % gestiegen. In Bezug auf Ihren Einsatz in Höhe von 3050 USD beläuft sich der Gewinn jedoch auf ca. 26,2 %.

Der prozentuale Gewinn im CFD fällt damit doppelt so hoch aus wie der eigentliche Kursgewinn. Der Grund ist der zweifache Hebel, den Sie eingesetzt haben. Der Hebel steht in reziprokem Verhältnis zur Initial Margin. Beträgt diese 50 %, beläuft sich der Hebel auf 2:1.

In diesem Beispiel wurden der Einfachheit halber keine Finanzierungskosten berücksichtigt.

Welche Vorteile bieten CFDs gegenüber echten Coins?

Differenzkontrakte (CFDs) bieten Tradern einige handfeste Vorteile im Vergleich zu Direktinvestments in echte Coins. Die wichtigsten Vorteile werden nachfolgend vorgetragen.

Bessere Regulierung durch Behörden

CFD Broker sind Finanzdienstleister unterliegen damit einer strengen Aufsicht durch Behörden wie zum Beispiel der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) in Deutschland, der Financial Conduct Authority (FCA) im Vereinigten Königreich oder der CySEC in Zypern.

Die Regulierung geht mit verschiedenen Standards einher. Dazu gehört die Trennung der Kundengelder vom Betriebsvermögen der Broker. Broker verwahren Kundengelder typischerweise in segregierten Kundenkonten bei großen Banken. Ein weiterer wichtiger Aspekt betrifft die Mitgliedschaft der Broker in Anlegerentschädigungseinrichtungen wie zum Beispiel dem zypriotischen ICF.

Bei Kryptobörsen müssen Sie als Anleger auf derlei Regulierung weitgehend verzichten. Das Segment ist nach wie vor weitgehend unreguliert, viele Anbieter verfügen nicht einmal über einen Sitz innerhalb der Europäischen Union.

Mehr Sicherheit für die Kundengelder

Durch die Regulierungsstandards sind die Kundengelder sicherer. Die auf segregierten Kundenkonten verwahrten Gelder sind im Regelfall durch eine nationale Einlagensicherung geschützt, die im Entschädigungsfall bis 100.000 EUR pro Kunde zurückerstattet. Für die in offenen CFD Geschäften gebundenen Kundengelder gilt der Schutz der Anlegerentschädigungseinrichtungen. In Zypern beträgt diese zum Beispiel 90 % bis zu maximal 20.000 EUR pro Entschädigungsfall.

Wetten auf steigende UND fallende Kurse

Mit CFDs können Sie nicht nur an steigenden, sondern auch an fallenden Kursen Geld verdienen. Dazu müssen Sie lediglich eine Shortposition eröffnen. Dies ist genauso einfach wie die Eröffnung einer Longposition. Mit physischen Kryptowährungen können Sie grundsätzlich nur an steigenden Kursen verdienen. Um hier aus fallenden Kursen Profit zu schlagen, müssten Sie sich die Coins leihen, verkaufen und nach einem Kursrutsch zurückkaufen und an den Verleiher zurückgeben. Dies ist nur unter großen Umständen und zu sehr hohen Kosten möglich.

Professionelle Handelsplattformen

CFD Broker bieten ihren Kunden fast immer professionelle Handelsplattformen, die eine Komplettlösung für Handel und Analyse darstellen. Chartingtools inklusive Indikatorenbibliotheken, Marktscannern, Newsfeeds von Nachrichtenagenturen wie Reuters oder Bloomberg, automatisierte Handelssysteme inklusive Programmierhilfen, Chartmustererkennung, Social Trading, Communities und viele weitere Features erleichtern den Handel deutlich. Bei vielen Kryptobörsen sind die Anwendung auf die rudimentären Handelsfunktionen beschränkt. Dies liegt auch daran, dass die meisten Kryptobörsen sehr junge Unternehmen mit einseitige Ausrichtung sind. Viele CFD Broker sind dagegen schon seit 10 oder 15 Jahren am Markt und agieren im Kontext eines finanzstarken Eigentümerhintergrunds.

Social Trading

Social Trading verspricht viel und kann auch einiges davon halten. Die Plattform ermöglicht es Anwendern, als Follower die Trades anderer Trader auf Ihr eigenes Konto zu kopieren. Follower können sich ein Portfolio aus erfolgreichen Tradern zusammenstellen und dadurch deren Renditen 1:1 auf Ihrem Konto spiegeln. Die Urheber der Handelssignale handeln dabei nicht altruistisch. Social Trading Plattformen vergüten Trader für die Umsätze, die ihre Follower auf der Plattform tätigen. Bei Kryptobörsen spielt Social Trading bislang allenfalls eine untergeordnete Rolle. Erfolgreiche Trading Plattformen zeichnen sich insbesondere durch eine große Reichweite und eine nicht durch Interessenkonflikte belastete Vergütungsstruktur der Signalgeber aus.

Keine Hackerangriffe mit unkalkulierbaren Folgen

In der Vergangenheit hat es mehrfach spektakuläre Hackerangriffe auf Kryptobörsen gegeben. Hacker entwendeten  dabei Coins und richteten immer wieder einen unwiederbringlichen Schaden an. Der Grund: Sind Coins einmal über die Blockchain transferiert, lässt die Transaktion sich nicht rückgängig machen. Allen Sicherheitsmaßnahmen zum Trotz (Zwei Faktor Authentifizierung, verzögerte Auszahlungen etc.) sind solche Vorfälle auch in Zukunft nie ganz auszuschließen. Bei CFD Brokern besteht ein solches Risiko nicht. Zwar können auch die Broker theoretisch Opfer eines Hackerangriffs werden. Ihr finanzieller Status quo ließe sich dann aber leicht wiederherstellen.

Große Gewinne mit kleinen Einsätzen durch Hebelwirkung

Ein wesentliches Plus von CFDs gegenüber echten Coins ist die Hebelwirkung. Bei einem Hebel von 2:1 müssen Sie lediglich die Hälfte ihrer gehandelten Position als Eigenkapital vorhalten. Den Rest finanziert der Broker. Dadurch können Sie Ihre Gewinne (aber auch Ihre Verluste) hebeln.

Steuerliche Vorteile durch pauschale Abgeltungsteuer

Bitcoin Trading mit CFDs ist steuerlich günstiger als Bitcoin Trading mit echten Coins. Dies gilt jedenfalls, wenn Sie häufiger handeln und Positionen nicht allzu lange halten. Gewinne aus Bitcoin CFDs werden mit 25 % Abgeltungssteuer (zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer) besteuert. Bei echten Coins fällt dagegen Ihr persönlicher Steuersatz an. Weitere Details zur Besteuerung von Kryptowährungen finden Sie einige Absätze weiter unten.

Bitcoin mit anderen Kryptowährungen mischen: Krypto Copy Funds

Neben Bitcoin gibt es auch noch andere Kryptowährungen. Vieles spricht dafür, nicht ausschließlich in Bitcoin zu investieren, sondern stattdessen ein Portfolio aus mehreren Coins zusammenzustellen. Besonders einfach ist dies mit Krypto Copy Funds möglich. Diese werden durch den Broker eToro angeboten.

Was sind Krypto Copy Funds? Dabei handelt es sich um Portfolios aus verschiedenen CFDs. Jeder CFD bezieht sich dabei auf eine andere Kryptowährung. Dadurch wird mit einem Klick ein ganzer Korb von Währungen gekauft. Dies minimiert die Kosten und den Zeitaufwand. Die Portfolios sind in ihrer Zusammensetzung nicht fix, sondern werden in regelmäßigen Abständen angepasst.

Die Anpassungen erfolgen auf Grundlage eines Regelwerks. Dieses Regelwerk kann zum Beispiel vorsehen, dass eine Kryptowährung eine bestimmte Marktkapitalisierung und einen bestimmten täglichen Handelsumsatz vorweisen muss.

Im Handelskonto des CFD Brokers eToro gelangen Sie über das Menü links zu einer Auswahl an Krypto Copy Funds wie in der Abbildung unten zu sehen.

Kryptowährungen diversifiziert kaufen mit CopyFunds

eToro bietet CopyFunds an

Ein beispielhafter Copy Fund mit Bezug zu Kryptowährungen ist der CryptoFund. Dieser wurde in der Abbildung unten markiert.

Der Fund enthält neben Bitcoin auch Ethereum und diverse weitere Kryptowährungen. Das Portfolio wird einmal im Monat neu justiert. Aufgenommen werden ausschließlich Kryptowährungen mit einer Marktkapitalisierung ab 1 Milliarde USD und einem täglichen Handelsvolumen in Höhe von mindestens 20 Millionen USD. Die Zusammensetzung im August 2018 ist in der Abbildung unten zu sehen.

Portfolio CopyFund

Die Zusammensetzung des CryptoFunds im August 2018

Rechtliche Einordnung von Bitcoin in Deutschland

Bitcoin sind Rechnungseinheiten gemäß Kreditwesengesetz

Was ist Bitcoin in rechtlicher Hinsicht? Maßgeblich für die juristische Qualifikation der Kryptowährung ist eine Einstufung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). Die Behörde hat Bitcoin als Rechnungseinheiten gemäß § 1 Abs. 11 Satz 1 Kreditwesengesetz (KWG) eingestuft. Damit handelt es sich um Finanzinstrumente. Rechnungseinheiten lauten nicht auf ein gesetzliches Zahlungsmittel, sind aber dennoch mit Devisen vergleichbar. Als Rechnungseinheiten gelten zum Beispiel auch Werteinheiten, die im Rahmen privater Ringtauschgeschäften eingesetzt werden. Auch andere Ersatzwährungen auf privatrechtlicher Basis werden als Rechnungseinheiten eingestuft.

Die Qualifizierung als Rechnungseinheiten gilt nicht nur für Bitcoin, sondern auch für alle anderen Währungen. Dabei kommt es nach Ansicht der Behörde weder auf die eingesetzte Software noch auf die angewandte Verschlüsselungstechnik an.

Virtuelle Währungen wie Bitcoin sind kein E-Geld. E-Geld im Sinne des Zahlungsdiensteaufsichtsgesetzes (ZAG) erfordert einen Emittenten, der Einheiten unter Begründung einer Forderung gegen sich selbst ausgibt. Bei Kryptowährungen gibt es keine zentrale Stelle, die die Einheiten emittiert und verwaltet.

Bitcoin sind nicht erlaubnispflichtig

Der Einsatz von Bitcoin und anderen Kryptowährungen als Ersatz für Bar- oder Giralgeld ist nach Einstufung der Bafin keine erlaubnispflichtige Tätigkeit. Akzeptiert ein Unternehmen Bitcoin als Zahlungsmittel, stellt dies rechtlich keine Erbringung von Bankgeschäften oder Finanzdienstleistungen dar. Dasselbe gilt für die Partei, die mit Bitcoin bezahlt.

Auch Bitcoin Mining ist der Bafin zufolge kein erlaubnispflichtiger Tatbestand, da in der Tätigkeit des Minings keine Emission oder Platzierung erfolgt. Der Verkauf von zuvor gekauften oder geschürften Bitcoins ist ebenso nicht erlaubnispflichtig wie der Kauf.

Werden jedoch Leistungen in Bezug auf Bitcoin in einem gewerblichen Umfang angeboten, kann dies eine Erlaubnispflicht nach sich ziehen. Erlaubnispflichtig sind insbesondere Plattformen und Börsen.

Steuerliche Behandlung von Bitcoin

Der Gesetzgeber steht Bitcoin in Deutschland und Europa recht offen gegenüber. Dennoch will der Fiskus seinen Anteil an Gewinnen jeglicher Art erhalten. Wie werden Bitcoin besteuert?

Für Privatanleger gilt, dass der Verkauf von Bitcoinbeständen gegen Euro ebenso wie der Einsatz von Bitcoin als Zahlungsmittel einen Veräußerungstatbestand darstellt. In diesem Fall handelt es sich um ein privates Veräußerungsgeschäft im Sinne des § 23 Abs. 1 Nummer 2 Einkommensteuergesetz.

Spekulationsfrist und Freigrenze

Was bedeutet dies konkret? Wurden Bitcoins länger als ein Jahr gehalten, fällt auf die Gewinne keine Steuer an. Wird die Spekulationsfrist unterschritten, gilt eine jährliche Freigrenze in Höhe von 600 EUR. Darüber hinausgehende Gewinne sind in der Steuererklärung anzugeben und unterliegen der Besteuerung mit dem persönlichen Steuersatz.

Der Veräußerungsgewinn versteht sich als die Differenz zwischen Verkaufspreis und Kaufpreis abzüglich der Werbungskosten. Als Werbungskosten gelten zum Beispiel die Kosten für das schürfen von Bitcoin als Miner. Verluste können verrechnet werden. Auch ein Verlustvortrag in künftige Steuerjahre ist möglich. Wurden Bitcoin zu verschiedenen Zeitpunkten angeschafft, gilt mutmaßlich das First in First Out Prinzip. Dabei wird davon ausgegangen, dass diejenigen Bitcoins verkauft werden, die zuerst angeschafft wurden. Eine sorgfältige Dokumentation ist dringend empfehlenswert, damit die Methode dem Finanzamt gegenüber auch durchgesetzt werden kann.

Bei größerer Handelsaktivität ist eine Einstufung als gewerblicher Händler möglich. Diese Einstufung wird im Zweifel durch die Finanzämter vorgenommen. Dann handelt es sich nicht mehr um ein privates Veräußerungsgeschäft und auch die Freigrenze entfällt. Stattdessen werden die Gewinne als Einkünfte aus Gewerbebetrieb behandelt. Dann fällt neben Einkommensteuer gegebenenfalls auch Gewerbesteuer an (der Gewerbesteuerfreibetrag beträgt 24.500 EUR).

Es muss ausdrücklich gesagt werden, dass im Hinblick auf die Besteuerung von Mining Erträgen noch keine abschließende, durch die Rechtsprechung abgesegnete Regelung existiert. Die Bundesregierung vertrat in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage die Auffassung, dass Einkünfte aus privatem Mining als sonstige Einkünfte gemäß § 22 Nummer 3 Einkommensteuergesetz eingestuft werden könnten. Es ist jedoch nicht abschließend geklärt, ob sich dies ausschließlich auf die Transaktionsgebühren (die den  Minern gutgeschrieben werden) oder auf den Block Reward bezieht.

Miner müssen relativ früh damit rechnen, als Gewerbetreibende eingestuft zu werden. Dann gelten die erzielten Erträge in jedem Fall als Gewerbeertrag.

Krypto CFDs werden mit Abgeltungsteuer besteuert

Eine abweichende Regelung gilt, wenn mit CFDs auf Kryptowährungen gehandelt wird. In diesem Fall finden die Regelungen für private Veräußerungsgeschäfte keine Anwendung. Stattdessen werden Gewinne nach Abzug zu verrechnender Verluste mit 25 % zuzüglich Abgeltungsteuer und gegebenenfalls Solidaritätszuschlag versteuert. Jedem Anleger stehen pro Jahr 801 EUR als Freibetrag zu (gemeinsam veranlagte Ehegatten können 1602 EUR in Anspruch nehmen).

Wird bei einem CFD Broker aus Deutschland gehandelt, führt dieser die Abgeltungsteuer automatisch und in regelmäßigen Abständen ab. Bei ausländischen Brokern sind Anleger selbst zur Erklärung der Steuer verpflichtet.

Unterschreitet der persönliche Steuersatz 25 %, kann die zu viel gezahlte Steuer durch eine Veranlagung der Erträge im Rahmen der Steuererklärung zurückverlangt werden.

Fazit

Bitcoin ist die bekannteste aller Kryptowährungen und hat womöglich eine große Zukunft vor sich. Die digitale Währung ist dezentral organisiert und erfordert weder Banken, noch Notenbanken oder Regierungen. Demensprechend ist Bitcoin unabhängig von diesen Institutionen. Die Anzahl der Bitcoin steigt durch Mining zwar an. Der Anstieg verläuft jedoch zunehmend langsamer, zudem ist die Gesamtzahl begrenzt. Dadurch ist Bitcoin Gegensatz zu Fiat Money inflationssicher.

Investitionen in Bitcoin sind über Zertifikate, Trusts, Futures, Exchange Traded Products (ETPs), CFDs und über Direktinvestments in echte Coins möglich. Besonders anwenderfreundlich sind CFDs. Diese überzeugen durch eine seriöse Regulierung, viel Sicherheit für die Kundengelder durch Anlegerentschädigungsregeln, die Möglichkeit an fallenden Kursen zu verdienen und weitere Aspekte.


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