Nehmen Sie sich vor Betrügern in acht

Wer auf Ebay-Kleinanzeigen etwas kaufen oder verkaufen will, sollte einiges beachten. Vor allem müssen Nutzer sich vor Betrügern in Acht nehmen. Dies berichtet t-Online.

Das Angebot bei Ebay-Kleinanzeigen ist sehr groß und egal ob es Kinderwagen, Handy oder Fernseher sein sollen, jeder möchte mit seinen alten Sachen noch Geld verdienen. Möchte man jedoch auch erfolgreich sein, dann gilt es hierbei einige Dinge zu beachten. Für den virtuellen Kauf und Verkauf hat t-online.de für Sie einige Tipps zusammengestellt.

Quelle:  https://www.t-online.de/digital/internet/id_84148346/ebay-kleinanzeigen-so-schuetzen-sie-sich-vor-betrug.html

So schützen Sie sich vor Betrug auf Ebay-Kleinanzeigen

Holen Sie die Ware selbst ab und bezahlen Sie vor Ort

Sie sollten sich, wenn es möglich ist, mit Ihrem Geschäftspartner für den Handel vor Ort treffen. Schauen Sie sich die Ware vor Ort an, denn so können Sie im Nachhinein mit dem Artikel keine böse Überraschung erleben. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich der Geschäftspartner weder die Ware oder das Geld ohne Gegenleistung einbehalten kann.

Vergleichen Sie Preise

Um einen Überblick über die aktuellen Preise zu bekommen, können Sie Vergleichsportale wie „idealo.de“ oder auch Ebay-Kleinanzeigen nutzen. Auf diese Art können Sie hohe Preise und Betrüger vermeiden. Sie sollten misstrauisch werden, wenn beispielsweise jemand sein neustes iPhone für 100 Euro verkauft.

Jeder Preis ist verhandelbar

Verkäufer setzen in der Regel ihre Produkte preislich höher an, dabei ist das verhandeln eines Preises schon einkalkuliert. Hinter dem Preis sollten Sie auf das Kürzel „VB“ achten, was für Verhandlungsbasis steht. Vor vermeintlichen fixen Preisangeboten sollten Sie dennoch nicht zurückschrecken, denn auch da ist oftmals ein kleiner preislicher Spielraum einkalkuliert.

Zeugen, Quittungen und Kaufverträge

Wenn es zum Handel kommt, gibt es sich gerade bei teuren Produkten abzusichern. Das bedeutet, dass Sie zu einem angesetzten Treffen nicht alleine hin gehen sollten. Kommt es zum Streitfall, haben Sie einen Zeugen. Bei privaten Käufen rät die Verbraucherzentrale Sachsen zu einer Quittung. Kaufen Sie teure Waren wie Autos oder auch Schrebergärten, sollten Sie einen Kaufvertrag aufsetzen.

Überprüfen Sie den Verkäufer

Prüfen Sie gründlich den Verkäufer, wenn Sie möchten, dass Ihre Ware geliefert wird. In seinem Profil können Sie das Beitrittsdatum erkunden. Wenn der Account noch sehr jung ist, könnte es sich hierbei um einen Betrüger handelt, der sein Profil oft wechselt. Sind in seinem Verkaufsprofil viele ähnliche Artikel zu finden, dann kann es sich dabei um Diebesgut handeln.

Telefonieren ist am sichersten

Hat der Käufer Ausreden und drängt auf eine Kommunikation per E-Mail, dann sollten Sie stutzig werden und den Kontakt lieber abbrechen. Telefonieren ist immer die beste Option. Auch Ebay rät dazu, misstrauisch zu werden, wenn ein Verkäufer den persönlichen Kontakt ablehnt.

Verzichten Sie auf Vorkasse oder Nachnahme

Bei Ebay-Kleinanzeigen sollten Sie niemals in Voraus zahlen, denn es kann im Ernstfall sehr schwierig werden, das Geld wiederzubekommen. Daher sollten Sie auch Nachnahme meiden, denn oftmals füllen die Betrüger das Paket mit Steinen, statt mit der Ware. Denn meist wird dies erst nach Paketannahme klar. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass Sie Ihr Geld dann noch von der Post wiederbekommen. Sie sollten das Paket, wenn möglich, im Beisein des Lieferanten öffnen.

Die Zahlung per PayPal ist die sichere Variante, denn dieser bietet den sogenannten Käuferschutz an. Wenn Sie die Ware nicht erhalten, hilft PayPal Ihnen. Es gibt auch Umstände, bi denen Sie vom Bezahldienst Ihr Geld zurückerstattet bekommen.

Vorsicht vor „Dreiecksbetrug“

Es gibt auch einiges auf Verkäufer-Seite zu beachten. Eine beliebte Masche ist unter anderem der „Dreiecksbetrug“. Dieser funktioniert, indem ein vermeintlich interessierter Käufer Sie kontaktiert und um Ihre Zahlungsdaten bittet. Zur gleichen Zeit stellt der Betrüger ein Inserat mit Ihrem Produkt online. Wenn eine dritte Person dieses Produkt nun kaufen möchte, gibt der Betrüger Ihre Zahlungsinformationen an den Interessenten weiter.

Sie erhalten das Geld von der dritten Person als Folge und nehmen an, dass es vom Betrüger stammt und senden dann den Artikel an den Kriminellen. Nun könnte der Dritte eine Rückzahlung des Geldes von Ihnen fordern. Sehr kritisch ist dies, wenn die Zahlung mit PayPal erfolgte. Der Dritte kann aufgrund des Käuferschutzes das Geld sehr leicht zurück bekommen. Sie sollten somit misstrauisch werden, wenn Sie das Geld von einer dritten Person erhalten oder auch aus Kundensicht, an eine dritte Person zahlen.

Achten Sie auf „Vorschussbetrüger“

So genannte „Vorschussbetrüger“ finden sich auch auf Ebay-Kleinanzeige. Das Verbrauchstportal „Onlinewarnungen.de“ berichtet, dass hierbei angebliche Käufer Interesse vorgaukeln. Gesendet werden soll die Ware jedoch ins Ausland.

Der Käufer schickt dann die angeblicher Zahlungsbestätigung über den vereinbarten Kaufpreis plus Versandkosten. Die Betrüger bitten jedoch, die Versandkosten mit Bargeldtransferdiensten wie „MoneyGran“ oder auch „Western Union“  an ein vom Betrüger gewähltes Transportunternehmen zu schicken und vorzuschießen. Der Betrag soll angeblich erst auf dem Konto erscheinen, wenn das Geld eingetroffen ist. Diese Unternehmen gibt es jedoch nicht. Der Käufer wird auch keine Überweisung tätigen. Stattdessen landen die Transportkosten beim Betrüger.

Achten Sie auf gefälschte Überweisungsbestätigungen

Die erkennen eine gefälschte Bankbestätigung oftmals an den Grammatik- oder Rechtschreibfehlern, erklärt „Onlinewarnungen.de“. Landet in Ihrem E-Mail-Postfach eine angebliche Nachricht von PayPal, so sollten Sie beim Bezahldienst sofort nachprüfen, ob das Geld auch tatsächlich eingegangen ist. Sollte in der „PayPal“-Mail etwas stehen wie „das Geld erscheint erst, wenn Sie das Paket verschickt haben“, dann wissen Sie, dass es sich dabei um eine Fälschung handelt. Denn bei PayPal gibt es eine solche Funktion nicht.

Versenden Sie nicht ins Ausland

Sie sollten generell vermeiden, etwas ins Ausland zu versenden. Gerade dann, wenn der „Käufer“ bereit ist, mehr für das Produkt zu bezahlen. Es werden sich dazu oft Geschichten ausgedacht wie „Ich bin beruflich im Ausland und brauch das Produkt dringen“.

Auf zur Polizei

Gehen Sie sofort zur Polizei, wenn Sie Opfer eines Betruges geworden sind. Sollte das Inserat nicht mehr auffindbar sein, dann kontaktieren Sie von Ebay-Kleinanzeigen den Kundenservice. Diese werden Ihnen dann eine Kopie der Anzeige zusenden.